Berufsvorbereitung (BvB) für Jugendliche

In Zusammenarbeit mit den Agenturen für Arbeit in Berlin führen wir berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, auch BvB genannt, nach § 51 und 53 SGB III durch. Die BvB besteht aus verschiedenen, auf den Einzelfall abgestimmten Qualifizierungsebenen. Diese sind

  • Eignungsanalyse
  • Grund- und Förderstufe
  • Übergangsqualifizierung

Diese Förderstufen werden durch eine kontinuierliche Bildungsbegleitung sowie sozialpädagogische Beratung ergänzt und dienen dazu, die persönlichen und beruflichen Schlüsselkompetenzen der teilnehmenden Jugendlichen zu fördern. Wir unterstützen interessierte Jugendliche bei der Berufsorientierung und -einstieg in den Berufsfeldern:

  • Büro- und Verwaltungsberufe
  • Handel, Transport, Lager / Logistik
  • Hotel- und Gastwirtschaft
  • Kosmetik / Körperpflege
  • Gesundheit und Soziales, Pädagogik
  • Hauswirtschaft
  • Versorgung und Installation

Was bitteschön ist eine ….

Eignungsanalyse?

Mit der Eignungsanalyse wollen wir zusammen mit dem Jugendlichen herausfinden, wo seine persönlichen und fachlichen Stärken und auch Schwächen liegen. Nur wenn alle Beteiligten sich über diese im Klaren sind, kann auch an einem Abbau der Schwächen gearbeitet werden, viel wichtiger ist es aber, die Stärken so auszubauen und zu nutzen, dass sie für einen Einstieg in eine Ausbildung von entscheidender Bedeutung werden können. Diese Herangehensweise nennt man den “Kompetenzansatz”. Im Ergebnis wollen wir zusammen herausfinden, für welches Berufsfeld sich der Jugendliche anhand seiner Stärken am meisten eignet.

Bei der Eignungsanalyse werden zwar auch standardisierte Tests durchgeführt, aber der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Erprobung und Erfahrung. Situationen wie in der Schule versuchen wir weitgehend zu vermeiden.  Die Eignung wird regelmäßig in drei oder mehr Berufsfeldern erprobt, um auch Alternativen erproben zu können. Damit soll die wichtige Entscheidung für den weiteren Lebensweg, nämlich der  Auswahl seiner beruflichen Entwicklung, selbstbestimmt und zielsicher getroffen werden können.

Am Ende der Eignungsanalyse wird aufgrund der Ergebnisse vereinbart, wie die BvB – Teilnahme weitergeht. Dabei ist der Übergang in die Grundstufe, in die Übergangsqualifizierung, in Ausbildung oder Arbeit oder der Übergang in andere (Qualifizierungs-)Angebote außerhalb der BvB möglich.

Grund- und Förderstufe?

Der Übergang für die Grundstufe ist für alle die Jugendlichen empfehlenswert, welche sich in der Eignungsanalyse noch nicht für ein bestimmtes Berufsfeld entscheiden konnten. Das kann manchmal an der fehlenden Motivation liegen, oft ist aber einfach die Bedeutung für einen bestimmten Beruf so hoch, dass der Jugendliche für seine Entscheidung etwas mehr Zeit bedarf. In der Grundschule werden bis zur Entscheidung für einen Beruf verschiedene Aktivitäten durchgeführt, dazu gehören

  • Motivationsfördernde (Freizeit-)Aktivitäten
  • Vermittlung und Erprobung von beruflichen Grundfertigkeiten
  • Sprachförderung
  • Förderung der IT- und Medienkompetenzen
  • Bewerbungstraining.

Nach der Grundstufe ist für die Teilnehmer, welche noch kein Ergebnis bezüglich der Berufswahl treffen konnten, der Übergang in die Förderstufe möglich. Hier können in intensiverer Beratung zusätzliche Impulse für eine Berufswahlentscheidung gegeben werden. Wer das Ziel der Grundstufe erreicht hat, kann in die Übergangsqualifizierung, in Ausbildung oder Arbeit, oder weitere Qualifizierungsangebote außerhalb der BvB einmünden.

Übergangsqualifizierung?

Nachdem der Jugendliche sich für einen festen Beruf entschieden hat, wird überprüft, ob er die für den Beruf erforderliche Voraussetzungen erfüllt. Dazu gehören Schulabschlüsse sowie persönliche Fähigkeiten und fachliche Kenntnisse. Für den Fall, dass zwischen den Anforderungen des Ausbildungsberufes und den festgestellten Eignungen Lücken herrschen, besteht die Möglichkeit, durch Übergangsqualifizierungen die Voraussetzungen für die Einmündung in den angestrebten Beruf zu erfüllen. Dazu können neben fachspezifischen Lücken auch die Erlangung eines Hauptschulabschlusses oder das Erlernen von handwerklichen Grundfertigkeiten gehören.

Wir haben gemeinsam Erfolg, wenn …

nach Abschluß der einzelnen Fördersequenzen der Jugendliche in eine reguläre betriebliche Ausbildung bei einem Unternehmen am ersten Arbeitsmarkt einmündet. Für diesen Fall, stehen wir auch nach Eintritt in die Ausbildung als Berater für den übernehmenden Betrieb, wie auch für den Jugendlichen zur Seite.

Im Einzelfall kann es auch erfolgsversprechender sein, wenn ein Jugendlicher im “geschützten” Bereich einer geförderten Berufsausbildung in Berufsleben einsteigt. Hierbei hat die Bundesagentur für Arbeit, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Kammern, verschiedene Berufsausbildungsmodelle entwickelt, welche die individuellen Einstiegshemmnisse der Jugendlichen angemessen berücksichtigen. Informationen dazu finden Sie auch auf unserer Seite, im Bereich “Berufsausbildung”.

Wenn Sie sich für unsere Berufsvorbereitung interessieren, wenden Sie sich für weitergehende Informationen an unseren zuständigen Ausbildungsleiter. Nutzen Sie dafür unsere zentrale Rufnummer 030 69 03 20 oder schreiben Sie eine Mail.

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